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KI-Beratung in Hannover: wie ein Erstgespräch abläuft

Ayham Alkhalil

Wer eine KI-Beratung in Hannover sucht, will selten Grundlagenwissen. Ein Erstgespräch ist der Termin, in dem sortiert wird, was im Betrieb läuft und was Aufwand erzeugt — nicht der Termin, in dem verkauft wird. Hier steht der Ablauf offen: Dauer, Reihenfolge, Ergebnis und die Grenzen.

Warum steht am Anfang ein Gespräch und kein Angebot?

Weil ein Angebot vor der Bestandsaufnahme eine geratene Zahl ist. Wer den Vorgang nicht kennt, an dem der Aufwand hängt, kann weder Umfang noch Dauer benennen — beides hängt am Ablauf, nicht an der Technik. Zwei Betriebe derselben Größe liegen dabei weit auseinander, je nachdem, wie viele Hände ein Vorgang durchläuft.

Der Termin dauert 30 Minuten und findet donnerstags statt, mit fünf Plätzen in der Woche. Er kostet nichts. Die Zahl für ein Projekt fällt später, nach dem Prozess-Audit.

Fünf Plätze in der Woche sind eine Kapazitätsgrenze. Wer den Donnerstag verpasst, nimmt den nächsten — es gibt keinen Grund zur Eile und keinen Rabatt für Schnelligkeit.

Was wird in den 30 Minuten geprüft?

Drei Punkte, immer in derselben Reihenfolge. Sie stehen in dieser Reihenfolge auch auf der Terminseite, damit vorher klar ist, worauf die halbe Stunde hinausläuft und was sie nicht leistet.

Die Reihenfolge ist kein Zufall. Wer mit der Einschätzung anfängt, bewertet einen Betrieb, den er nicht kennt, und landet bei allgemeinen Ratschlägen.

Der dritte Punkt trägt die Absage mit. Rechnet sich Automatisierung an keiner der genannten Stellen, steht das am Ende der halben Stunde — und nicht in einer Fußnote.

  • Zuerst der Bestand: welche Werkzeuge, Automatisierungen und Sprachmodelle im Betrieb schon laufen.
  • Dann die Stellen, an denen wiederkehrender Aufwand entsteht und sich abstellen lässt.
  • Zuletzt eine Einschätzung, was sich zuerst lohnt und was ausdrücklich nicht.

Was bleibt nach dem Termin in der Hand?

Eine Einschätzung, welcher Vorgang zuerst dran ist, und die Begründung dazu. Kein Angebot, keine Präsentation, keine Unterschrift. Das reicht, um intern weiterzuarbeiten, auch ohne eine Zusammenarbeit.

Wer den Vorgang benennen kann, an dem der Aufwand hängt, hat den schwierigsten Teil hinter sich. Alles Weitere ist Handwerk — und Handwerk lässt sich planen.

Was nicht in der Hand bleibt: eine Zahl für das Projekt. Die fällt nach dem Prozess-Audit, dem ersten der vier Schritte, in denen hier gearbeitet wird.

Mehr ist es nicht, und mehr soll es in dieser halben Stunde auch nicht sein.

Wofür eine KI-Beratung nicht der richtige Weg ist

Für drei Lagen ist der Termin die falsche Adresse. Sie kommen regelmäßig genug vor, dass sie hier stehen sollten und nicht erst im Gespräch — wer sich in einer davon wiedererkennt, spart sich die halbe Stunde.

Der erste Fall ist der teuerste. Ein Werkzeug ändert nichts an einem Ablauf, den niemand anfasst — es steht danach daneben und wird bezahlt.

Der zweite Fall entscheidet über alles, was danach kommt. Ein Pilot ohne benannte zuständige Person läuft, solange jemand Zeit hat, und endet, sobald etwas dazwischenkommt.

Beim letzten Fall liegt es an der Anbindung. Ein Sprachmodell ohne Anschluss an Dokumente, Datenbanken und Fachanwendungen bleibt ein besserer Chat — und dafür braucht niemand ein Projekt.

  • Ein Betrieb, der ein Werkzeug sucht und keinen Ablauf ändern will.
  • Ein Vorhaben ohne benannte zuständige Person auf der Kundenseite.
  • Ein Sprachmodell, das ohne Anschluss an die eigenen Daten arbeiten soll.

Was ändert der Standort Hannover daran?

Beim Erstgespräch nichts. Es läuft als Videotermin, und eine halbe Stunde trägt keine Anfahrt. Wer lieber spricht, erreicht die Nummer montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr.

Bei der Prozessaufnahme ändert sich das. Wer einen Ablauf aufnehmen will, muss die Leute sehen, die ihn ausführen: den Posteingang, den Zuruf über den Flur, die Tabelle, die jemand zweimal führt. Nichts davon steht in einem Organigramm, und nichts davon lässt sich in einer Videokonferenz erfragen.

Dafür zählt die Entfernung. Ein Betrieb in der Region Hannover oder in Niedersachsen ist an einem Vormittag erreichbar, und ein Termin vor Ort kostet dann keinen Reisetag.

Alles danach ist nicht ortsgebunden. Der Betrieb in europäischer Region über AWS oder Azure, ein Auftragsverarbeitungsvertrag, die Überwachung nach dem Livegang — dafür zählt nicht der Sitz des Dienstleisters, sondern die Frage, wer nachts erreichbar ist.

Woran erkennt man eine Beratung, die etwas gebaut hat?

An Adressen, die sich aufrufen lassen.

Eine Logowand belegt, dass jemand einmal Kunde war, nicht, dass etwas entstanden ist und heute läuft. Drei Belege stehen offen im Netz und lassen sich ohne Zugang aufrufen. Jeder davon ist eine Anwendung im Einsatz, keine Fallstudie über eine Anwendung.

Die mittlere Spalte ist der Grund, warum im Gespräch nach Wochen gefragt wird und nicht nach Quartalen. Hinter dem Kundenportal stehen 1,5 Vollzeitstellen an eingespartem Aufwand — eine Aufwands-Äquivalenz, kein Dauerzustand.

Was entstanden istBis zum LivegangAufrufbar unter
Kundenportal einer Wohnungsbaugesellschaft40 Tagedashboard.niimmo.de
Portal vom Antrag bis zum Zertifikat60 Tageccp-portal.de
Anwendung zur EU-Entgelttransparenzrichtliniezwei Monateklargehalt.de

Was gehört vor dem Termin vorbereitet?

Wenig, und nichts Schriftliches. Hilfreich ist die Antwort auf eine einzige Frage: an welchem Vorgang gerade Geld hängt und wer ihn von Hand macht.

Die Gegenprobe ist einfach: Nimm den Ablauf, der in dieser Woche am längsten liegen geblieben ist. Steht dahinter ein Mensch, der ihn jedes Mal gleich abarbeitet, ist der Termin richtig. Steht dahinter eine Entscheidung, die jedes Mal anders ausfällt, ist es ein Fall für den zweiten Termin.

Unterlagen, Zugänge oder eine Liste der eingesetzten Systeme braucht es dafür nicht. Die kommen erst später — wenn ein Ablauf im Betrieb tatsächlich aufgenommen und Schritt für Schritt zerlegt wird.

Woran man merkt, dass die halbe Stunde etwas gebracht hat

Nicht daran, dass ein Angebot folgt. Sondern daran, dass der Engpass hinterher einen Namen hat. Vorher heißt er „die Verwaltung“, nachher heißt er nach dem Vorgang.

Ein Vorgang mit Namen lässt sich messen, zerlegen und einer Person zuordnen. Ein Vorhaben, das „KI einführen“ heißt, entzieht sich allen dreien.

Das ist der ganze Zweck der halben Stunde. Alles Weitere hängt an dieser einen Antwort: der Anschluss an die Fachanwendungen, der Betrieb im Rechenzentrum, die Wartung über die Jahre.

Ein Erstgespräch ist kein Verkaufstermin, sondern die billigste Stelle im ganzen Vorhaben: Eine halbe Stunde kostet weniger als ein Projekt, das am falschen Vorgang sitzt.

Häufige Fragen

Was kostet das Erstgespräch?

Nichts. Die halbe Stunde ist kostenlos und ohne Verpflichtung. Der Preis für ein Projekt fällt nach dem Prozess-Audit, weil jede Zahl davor geraten wäre.

Wie lange dauert der Termin, und wann findet er statt?

30 Minuten, donnerstags, fünf Plätze in der Woche. Gebucht wird über den Kalender auf der Terminseite. Wer lieber direkt spricht, erreicht die Nummer montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr.

Findet das Gespräch vor Ort in Hannover statt?

Normalerweise als Videotermin, weil eine halbe Stunde keine Anfahrt trägt. Vor Ort wird es später interessant, wenn ein Ablauf aufgenommen wird: Dafür muss man die Menschen sehen, die ihn ausführen. Für Betriebe in der Region Hannover und in Niedersachsen ist das ein Vormittag.

Muss vor dem Termin etwas vorbereitet werden?

Nichts Schriftliches. Hilfreich ist eine Antwort auf eine Frage: an welchem Vorgang gerade Geld hängt und wer ihn von Hand macht. Wer sie nicht parat hat, findet sie im Gespräch.

Was, wenn sich KI im eigenen Betrieb nicht lohnt?

Dann steht das am Ende des Gesprächs. Was sich nicht rechnet, wird vorher gesagt und nicht nach der ersten Rechnung. Ein Prozess-Audit, das an jeder Stelle Automatisierung empfiehlt, ist keine Prüfung.

Wem gehört der Code nach dem Projekt?

Dem Auftraggeber. Nach Projektende liegt der Code beim Kunden, und für Betrieb und Wartung bleibt ein fester Ansprechpartner zuständig statt einer Ticketschlange.

Geschrieben von

Ayham Alkhalil
Ayham Alkhalil

Geschäftsführer & Entwickler

Zehn Jahre Konzernerfahrung und sieben Jahre Praxiserfahrung in der Entwicklung von Software- und KI-Lösungen für Unternehmen und Großkonzerne. Schreibt hier über das, was in echten Projekten passiert: welche Automatisierung sich gerechnet hat, welche Architekturentscheidung sich als falsch herausgestellt hat, und was ein KI-System im Betrieb tatsächlich kostet. Führt KITech Software aus Hannover.

Eine halbe Stunde, dann steht der Engpass

Im 1:1-KI-Check gehen wir eure Aufstellung einmal durch und sagen, welcher Vorgang zuerst dran ist.

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